Über uns
Das umsGanze!-Bündnis wurde 2006 gegründet, um linksradikale Gesellschaftskritik überregional zu organisieren und handlungsfähig zu machen. Es geht uns um eine Kritik, für die es weder Institutionen noch Parlamente noch feste Verfahren gibt, um die Kritik gesellschaftlicher Herrschaft als ganzer. Denn Herrschaft resultiert nicht erst aus der falschen Politik, aus Behördenwillkür oder dem angeblichen Egoismus der Menschen. Sie ist in der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung angelegt, in der Art und Weise, wie Individuen, Unternehmen und Nationalökonomien sich im Kapitalismus tagtäglich reproduzieren müssen.
Momentan sind neun Gruppen in umsGanze! organisiert:
Autonome Antifa [F] (Frankfurt/M.)
Theorie/Organisation/Praxis - TOP B3rlin
ak theorie&praxis (Bremerhaven)
Gruppe Kritik & Intervention (Bielefeld)
Nach den G8-Protesten 2007 in Heiligendamm und unserem ersten Kongress im gleichen Jahr lag ein Schwerpunkt unserer Arbeit in der Kritik der Nation. Die großen staatlichen Jubiläen 2009/2010 - 20 Jahre Mauerfall, 60 Jahre Grundgesetz, 20 Jahre Einheit - haben wir mit einer bundesweiten antinationalen Kampagne begleitet. Ihr Motto fiel einigermaßen grundsätzlich aus: „Staat, Nation, Kapital - Scheiße!“ Warum das so ist, haben wir in unserer Staatsbroschüre begründet.
Problematisch ist nicht erst der „exzessive“ Nationalismus irgend welcher Faschisten. Problematisch ist bereits der alltägliche Standortnationalismus der gesellschaftlichen Mitte. Er sortiert Menschen nach Verwertbarkeit, und schlägt unterm Druck kapitalistischer Konkurrenz regelmäßig in offen rassistische und kulturalistische Ausgrenzung um. Die Herausforderung besteht immer wieder darin, die verrückte Logik des kapitalistischen Alltags theoretisch und praktisch aufzubrechen. Deshalb kritisiert umsGanze! nicht nur die jeweils herrschende Politik, sondern auch die falschen Alternativen der Linken – etwa im Rahmen der überregionalen Mobilisierung gegen die Anti-Islamisierungs-Konferenz (Köln 2008) oder der aktuellen Krisenproteste.
Wir wollen keinen sozialeren, multikulturelleren oder straffer regulierten, "nachhaltigen" Kapitalismus, sondern gar keinen! Wir streiten lieber ums Ganze: Für den Kommunismus!